Staudenpflege

Staudenbeet

 

 

 

„Gärten ohne Stauden sind

wie ein Gesicht ohne Lächeln“

Der berühmte Staudengärtner und Garten-Schriftsteller Karl Förster hat mal eine treffende Definition für Stauden vorgelegt: „Stauden sind Blumen, die im Winter aus scheußlichem Gestrüpp bestehen oder gar nicht vorhanden sind, falls man nicht in der Erde nachwühlt. Bei einem Mindestmaß an Freundlichkeit blühen sie jedes Jahr wieder. Hat man sie lieb, bedanken sie sich überschwänglich.“

 

Unter „lieb haben“ ist vermutlich ein wenig Pflege zur richtigen Zeit zu verstehen. Leider wird diese Pflege oft vergessen, und das hat Gründe. Viele Stauden sind so pflegeleicht, dass sie ohne Pflege auskommen, andere dagegen verschwinden so unauffällig aus dem Garten, dass es gar nicht auffällt, wenn sie nicht mehr da sind. Auch die verwirrende Vielfalt der Stauden führt dazu, dass sich die Pflege oft auf das Abschneiden der abgestorbenen Pflanzenteile im Frühjahr beschränkt.

 

Diese Vorgehensweise ist legitim und in vielen Fällen auch sinnvoll. Die abgestorbenen Pflanzenteile bieten schließlich Nahrung und Lebensraum für die Gartenfauna und schützen Überwinterungsorgane der Stauden und das Bodenleben. Abgestorbene Pflanzenteile können auch schön aussehen und besonders in Kombination mit Raureif und Schnee dem winterlichen Garten eine morbide Eleganz verleihen. Um Platz für die Frühlingsgeophyten zu schaffen, sollte der Staudenrückschnitt deutlich vor Frühlingsbeginn durchgeführt werden.

Ilja Ratschinski

Dipl.-Ing. Gartenbau (FH)

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